Erſtes Rapitel.
Der Ex⸗General und das Patent.
Der Frühling blickte wieder mit tauſend Knoſpenaugen von den bereiften Bäumen herab, als eines Morgens in dem Kaffeehaus de la Régence, zu einer Stunde, wo ſich das Publikum noch nicht zahlreich daſelbſt zu verſammeln pflegte, zwei Männer beinahe zugleich eintraten, auf einan⸗ der zuliefen, und ſich herzlich gegenſeitig in die Arme drück⸗ ten.„Guten Morgen, braver Dumoutier! wie lang habe ich Dich nicht geſehen!“—„Behüte Dich der Himmel, lie⸗ ber Dammartin! ich freue mich, Dich wieder zu ſchauen.“
Und die alten Kameraden ſahen ſich ſchnell um, ob kein Spion ihre Reden gehört, und ſetzten ſich dann beruhigt an ein Ecktiſchchen, wo ſie eine geraume Zeit einander anſtarr⸗ ten, ſich noch einmal die Hände drückten, und Dumoutier begann:„Ich bin incognito hier, wie Du Dir leicht denken kannſt, und mein Name iſt, wie Dir ſchon bekannt, vor der Hand Renaud. Nenne daher den Namen meiner Familie nicht. Die Polizei iſt ſehr wachſam, und obgleich die


