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wurden mißhandelt; die Henker flüchteten ſich vor den Steinwürfen unter die Karren, und mit dem tauſendſtimmi⸗ gen Rufe:„Freiheit den Gefangenen! Tod den Tyrannen!“ ſchlugen die Bürger die Schergen in die Flucht. Die Verur⸗ theilten, die nicht wußten, wie ihnen geſchah, blieben regungslos auf ihren Bänken ſitzen; ſo auch Sans⸗Regret. Da erhielt er einen empfindlichen Schlag auf die Schulter und gewahrte, ſich ſchnell umdrehend, den Büttel, der vor Kurzem ſo freundlich mit ihm geſpkochen, und nun, auf einem Rade des Karrens ſtehend, mit einem ſcharfen Meſſer des Invaliden Bande zerſchnitt.
„Wirf Dich doch zum Teufel von dem Wagen herunter!“ ſagte der Menſch halb zornig:„Willſt auch Du den glück⸗ lichen Augenblick verpaſſen, wie Deine übrigen Kameraden? geſchwind, oder Du biſt verloren. Dort kömmt der Kom⸗ mandant Henriot mit ſeinen Reitern, und gewiß hat das Volk für heute alles verſpielt.“
Schon hatte ſich Sans⸗Regret vom Karren geſchleudert, faſt unbemerkt von ſeinen Leidensgefährten, und das Glück wollte, daß er in die Arme zweier Leute fiel, die genugſam Verſtand hatten, ſeine gefährliche Lage zu begreifen, und zugleich Barmherzigkeit genug, auf der Stelle zu helfen. Der Eine, ein Weber, warf dem Flüchtigen ſeine graue Jacke um, der Andere, ein Metzger, drückte ihm ſeine Mütze auf den Kopf, und ſeine Schürze in den Arm. Darauf riß er ihn ſo ſchnell als möglich in das allerdickſte Gedränge, zwanzig oder dreißig Schritte weit, gab ihm einen Schlag auf die Schulter, und rief:„Komm' gut nach Hauſe, Lands⸗ mann! ſchau Dich nicht lang um, und laufe, was Du kannſt.“


