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„Gut;“ verſetzte Fouquier kalt:„Robespierre wird ſeine Minen ſpringen laſſen.“
„Gerade das Gegentheil. Der Unglückliche hat zu lang gezögert. Als mein Agent die Sitzung verließ, ſchien die Gegenpartei ungeheuer ſtark und mächtig.“
„Pah! der Gemeinderath und das Volk ſind für Robes⸗ pierre. Wir haben nichts zu fürchten. Freue Dich, Coffinhal. Der heutige Tag liefert uns genug Wildpret in die Küche.— Doch“—— Fouquier ſah hier nach der Uhr—„Zwölf Uhr iſt vorüber, und ich habe mein Mittageſſen heute um eine Stunde früher beſtellt. Huſſier! ſage dem Präſidenten, daß er die Sitzung eröffne. Wir haben zwar nur zwei und vierzig Angeklagte abzuthun, aber auch dieſe freſſen Zeit genug hinweg.“
Der Gerichtsdiener vollzog ſeinen Auftrag; Richter und Geſchworne taumelten, halb trunken von dem Frühſtück, welches ſie im Saale ſelbſt einzunehmen pflegten, an ihre Plätze, die Glocke des Präſidenten erklang, und nach einigen unbedeutenden Formalitäten, lächerlichen Schwänken ähn⸗ licher, als ernſter Gerichtseinleitung, wurden die Angeklagten alle auf einmal hereingebracht. Das Geräuſch der vielen Eintretenden, der Sporen- und Säbelklang der ſie beglei⸗ tenden Gensd'armen, und das„Stille“ der Gerichtsdiener ſtellte ein plotzliches Schweigen unter dem zuſchauenden Volke her, welches ſich bis zu dieſem Augenblick eben ſo lärmend aufgeſührt hatte, wie die Gerichtsleute ſelbſt. Die Zuſchauer muſterten nengierig, ſchadenfroh noch obendrein die meiſten, die Schaar der Angeklagten, beſtehend aus Menſchen von jedem Alter, Stand und Geſchlecht. Der Greis wie der Jüngling, die Jungfrau wie die Matrone,


