Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 2. Theil (1838)
Entstehung
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und Thränen des Danks für die Mitleidige, die vor ihm ſtand, preßten ſich nach ſeinem Auge, und doch durfte er kein Wort reden, um eben nicht in Weinen auszubrechen; denn unten im Hauſe verſammelte ſich ſchon all das Gefindel, das gewöhnlich Robespierre in die Sitzung des Convents begleitete. Heftig riß er ein drei Livres⸗Aſſignat aus den dargebotenen, verbarg es auf ſeiner Bruſt, durch Geberden bezeichnend, daß er es ewig als Andenken bewahren wolle, ſchüttelte der freundlichen Geberin die Hand, und flog, ſchneller als ſein Alter und ſeine Müdigkeit es beinahe erlaubten, die Treppe hinunter.

Als Robespierre's Schweſter wieder in deſſen Zimmer trat, fand ſie ihren Bruder mit Fouquiers Liſte in der Hand, und hörte, wie er gerade ſagte:Ihr arbeitet brav, meine Freunde. Nur immer zu; die Comités müſſen erſticken in all dem Blute, das ſie zur Schlachtbank liefern.

Ich gebe Dir mein Wort darauf; antwortete Fouquier mit teufliſchem Blutdurſt:Von morgen an ſchicke ich alle Tage ſiebenzig Köpfe zur heiligen Guillotine, und was mir der Dekadi ſchmälert, bringe ich anderwärts ein. Der Schlingel, der von hier wegging, fällt auch in meine Hand. Sein Fürwort für den Exadelichen, und ſeine Papiere, die aus einem Departement herſtammen, wo noch alle Behörden ariſtokratiſch ſind, machen ihn höchſt verdächtig. Renaudin, beſorge ſchnell, daß der Menſch beim Wohlfahrtsausſchuß denunzirt werde.

Maximilian lächelte zufrieden, und verſetzte:Du

hältſt wacker Schritt, Fouquier, und der ehemalige Vi⸗ comte?