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„Der Himmel geb' es!“ rief Artus von Bonchamp, und umarmte den ihm zunächſtſtehenden Larochejaquelein:„wir haben einſehen gelernt, daß nur vereinte Kraft zum Ziele führt. Wir wären den Waffen Kleber's unterlegen, wenn wir uns nicht kühn und muthig die Hand gereicht hätten.“
Der jugendliche Larochejaquelein trat aus dem Haufen der Anführer hervor, faßte einen Mann bei der Hand, der ſich durch ſein finſteres Ausſehen bemerklich machte, wie durch ſeine unanſehnliche Geſtalt, die ſehr gegen die hohen Figuren der meiſten übrigen Hauptleute abſtach. Laroche⸗ jaquelein ſtellte ihn der Marquiſe vor und ſprach:„Hier bring' ich Ihnen, Madame, den tapfern Charette, den Sie ſchon längſt von Angeſicht zu Angeſicht kennen wollten. Zu lange hat er ſich von uns getrennt gehalten. Das Wohl des Vaterlandes wäre beinahe an ſeinem harten Sinn zu Grunde gegangen. Die Stimme Gottes und der Ehre hat ihn endlich bewogen, ſich mit uns zu verbinden, und ſchon ſproßten die erſten Lorbeern aus dieſem Bund.“
„Sie haben nicht wohl gethan, Herr General,“ ſagte die Marquiſe lächelnd zu dem finſtern Charette,„daß Sie ſo lange zögerten, Ihren Heldenarm dem allgemeinen Streite zu leihen. Doch verzeihe ich Ihnen jetzt, im Namen aller Damen, denen des Königs Sache heilig iſt. Stehen Sie feſt bei der Oriflamme, welche dieſes Land ſiegreich beſchützt.“
„Des Königs Sache war immer die meinige;“ erwiederte Charet mit rauhem Ton und wenig galanter Haltung: „jedoch hab' ich nie geläugnet, daß mir manches mißfiel, was des Königs Stellvertreter unternahmen, wenn gleich in der beſten Abſicht.“ Hier warf er einige argwöhniſche


