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ſchleuderte mich unſanft zu Boden, als ein Kartätſchenſchuß es zerriß.“
„Wo haſt Du den Schimmel, Freund?“ verſetzte Kleber: „Hat dieſes Pferd, deſſen Farbe Dich ſo oft dem Feinde blos ſtellte, endlich ſein Ziel erreicht?“
„Nicht doch;“ entgegnete Marceau:„Bourbotte reitet es ietzt. Der ungeſtüme Mann, um ſeinen Pflichten zu genügen, hat ſich ſelbſt in das Geplänkel gewagt, und ein Kanonenſchuß tödtete ſein Roß. Ich war mit ſechs Huſaren unfern, ein Zeuge des Unfalls, hieb den Repräſentanten aus dem Feinde, und gab ihm mein eigenes Pferd, ſich zu retten.“
„Dem Bourbotte?“ fuhr Kleber überraſcht auf:„dem Menſchen, der keine Gelegenheit verſäumt, Dich empfindlich zu beleidigen? Wahrlich, Marceau, Du haſt ein Hel⸗ denherz.“
„Ehre unſerm Waßfenbruder!“ rief Marigny, den Jüng⸗ ling umarmend:„Ich ſah die That mit an. Nimm mein Roß, ſagte unſer Kamerad mit Freudigkeit: uns trennt ein nichtiger Haß, aber beſſer iſt's, daß ein Soldat, wie ich, zu Grunde gehe, als ein Stellvertreter des Volks!“
„Schweige!“ bat Marceau beſchämt.„Du hätteſt nicht weniger gethan, und mein Verluſt war klein, da ich ſchon in der nächſten Stunde einen vendeeiſchen Reiter vom Pferde geſchoſſen und mich ſeines Thiers bemächtiget hätte.“
Kleber umarmte mit Rührung den jungen Freund, und ſagte mit Begeiſterung:„Ich habe mich nicht in Dir betro⸗ gen, Du junger wackerer Soldat. Ja; Du biſt ein ächter Sohn der Freiheit, der Freiheit, der wir lieben, und wo⸗ für wir unſer Blut verſpritzen, während die Wüthenden


