thun, aber auch Jeden niederſchießen, der die heilige Fahne der Freiheit verläßt. Wir werden ja ſehen, wie die zuſam⸗ mengerafften Ladendiener, Schreiber und Marqueurs von Paris ſich im Lager anſtellen. Nur keine Zeit mehr verloren. Das iſt die Hauptſache.“
Choudien wurde abgerufen, und ſein College Rewbel nahm das Wort, berichtend, daß ihm ſichere Nachricht zu⸗ gekommen, wie die Engländer geſonnen ſeyen, ſich eines Hafens unterhalb Nantes zu bemächtigen und von dortaus die Aufrührer mit Kriegs⸗ und Mundvorrath, wie auch mit Hülfstruppen zu verſehen. Die erfahrneren Generale zweifelten an der Wahrſcheinlichkeit dieſes Gerüchts, kamen aber darin überein, daß keine Zeit zu verlieren ſey.
Choudieu kam zurück, Depeſchen unter dem Arm, und in Begleitung mehrerer fremder Offiziere, die man an ihrem Vetragen und ihrer Kleidung alſogleich für Pariſer erkannte. Sie befehligten ein freiwilliges Bataillon von Kanonieren, das unter Trommellärm und unmäßigem Jubel auf den Platz zog. Zugleich eröffnete der Repräſentant der Verſamm⸗ lung, daß ein neuer Obergeneral ſo eben eingetroffen ſey, und alſobald erſcheinen werde, um dem Kriegsrath ſeine Beſtallung vorzulegen, und ſeine Pflichten anzutreten. Ein Donnerſchlag für Roſſignol; eine Kränkung für Dabayet, Canclaux und andere verdienſtvolle Männer, die im ſelben Augenblick ihre Entlaſſung erhielten.„Du haſt gut vorge⸗ arbeitet!“ ſagte Marceau voll Zorn zu Ronſin, und Bour⸗ botte erwiederte an deſſen Statt:„Es würde einem jungen Menſchen, wie Du biſt, wohl anſtehen zu ſchweigen. Halte an Dich, mit Deinen Prahlereien. Deine Familie gehört auch zu den Verdächtigen, und man weiß ſchon, wie viele


