Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 2. Theil (1838)
Entstehung
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Lager von dem Geſchmeiß elender Agenten wimmeln, die ein hinterliſtiges Miniſterium, oder weiß Gott, welche Be⸗ hörde, aufſtellen, um das Spionhandwerk bei Offizieren und Soldaten, und Angeberei gegen die Generale zu treiben. Er bemerkte, daß Ronſin mit einem wahren Tigergeſicht einige Zeilen in ſeine Schreibtafel notirte, und fuhr fort: Schreibe nur zu! Du mußt doch auch wiſſen, warum Du hier biſt. Mache immerhin, als Genoſſe des würdigen Vincent in Paris, daß ich vor die Schranken des Convents geladen werde. Es ſollte mir eine Freude ſeyn, müßte ich auch untergehen, Dein und Deines Gelichters nichtswürdiges Gewerbe an den Tag zu bringen.

Marceau ſtieß den Sprecher mit warnender Miene an, und winkte ihm, nicht weiter fortzufahren. Canclaur jedoch und Weſtermann ergriffen das Wort, und forderten Ronſin auf, wenn er eine Denunciation gegen Kleber abzuſchicken hätte, ihre Namen mit hinzuzufügen. Beyſſer ſprach hier⸗ auf:Was Kleber ſpricht, iſt nicht unwahr. Verbeſſerungen in der Armee ſind unumgänglich nöthig, und ſie müſſen von der Wurzel ausgehen. In welchem Zuſtand ſind unſere Truppen! Barfuß, nackt, ohne Waffen und Nahrung, wenn wir ihnen nicht erlauben, die Bürger zu plündern, ſind ſie Vogelſcheuchen und Tagedieben ähnlich, nur nicht Soldaten. Wenn uns nicht die tapfere Mainzer⸗Colonne beiſtände, ſo wären wir verloren. Unſere Bataillone laufen beim erſten Schuß der Königlichen davon, ſie haben den Beweis geliefert!Das weiß Beyſſer am Beſten, er⸗ wiederte Chalbos mit gemeinem Lächeln:er iſt mehr als einmal geklopft worden, ſo oft er die Naſe in die Luft ſteckte.