Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 2. Theil (1838)
Entstehung
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und lud mit liebenswürdiger Unbeholfenheit die fremden Gäſte ein, vorerſt mit ihm zu fraterniſiren, und die Mar⸗ ſeiller⸗Hymne anzuſtimmen, die auf ein gegebenes Zeichen vor den Fenſtern des Saales von der Muſikbande eines republikaniſchen Bataillons erbärmlich aufgeführt wurde. So wie die Ci⸗devants vormals keine Sitzung eröffnen konnten, ohne dem heiligen Geiſt eine Meſſe leſen zu laſſen, meinte der ſpaßhafte Obergeneral,ſo muß ein braver Republikaner alles Wichtige mit dem Marſeiller⸗Liede und dem ca ira anheben! Hierauf einen Schluck Wein, um die Brüderſchaft zu erneuen, und zugleich den Schwur, alle Tyrannen zu vernichten, ſo weit die Erde und der Degen reicht.

Roſſignol's Rede wurde von ſeinem Generalſtaabe, wie ſich's von ſelbſt verſteht, beifällig aufgenommen, und in der Geſchwindigkeit war eine Menge von Toaſt's auf das Wohl der Republik, auf den Sturz der Tyrannen, auf den Ruhm der franzöſiſchen Heere, und auf die Vernichtung der König⸗ lichen in der Vendee ausgebracht. Eine allgemeine Umarmung miſchte ſich in dieſe Eingangs⸗Ceremonie, und die Repräſen⸗ tanten ſchämten ſich nicht, eine Rolle in dieſem Schanſpiel zu übernehmen. Kleber war der Erſte, der dem Unfug ſchnell ein Ende machte, indem er ſprach:Wozu dieſe läppiſchen Spielereien? Die Republik verlangt, daß wir bluten ſollen, um ihr den Frieden zu geben; ſie will nicht daß wir uns beranſchen, während der Feind, ſo zu ſagen, vor den Thoren ſteht. Der Zeit iſt ſchon genug verloren. Seit unſere Colonne von Mainz abging, haben wir außer einigen Plänkelgefechten nichts gethan, und dennoch drängt es uns, die Arme zu regen. Weil uns die Capitulation