Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 2. Theil (1838)
Entstehung
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und hatten die runden Hüte mit dem dreifarbigen Federbuſch martialiſch auf's Haupt geſetzt, die Schärpen nachläſſig und locker geknüpft, und die ſchweren Säbel tief gehängt, daß ſie klappernd auf dem Pflaſter nachſchleiften. Gleich⸗ ſam in ihrem Gefolge ging der Obergeneral des republi⸗ kaniſchen Vendee⸗Heeres, Roſſignol. Der Mann hatte alle Pracht auf ſich gehäuft, die einem republikaniſchen General erlaubt war, und wußte nicht, wie er ſich ſtolzer geberden, und unverſchämter betragen ſollte. Sein Generalſtaab war ihm ähnlich: Offiziere mit ſtruppigen Haaren, ungehenern Halsbinden, nachläſſig geknöpften Uniformen, und in jeder Bewegung das Gepräge der Ausſchweifung und Zügelloſig⸗ keit tragend. Dieſem ſeltſamen Gemiſch von Militär⸗Be⸗ hörden zur Seite gingen, ſchier von den Uebrigen getrennt⸗ ein kleines Häuflein, die Kommandirenden der Mainzer Diviſion. Bei ihrem Anblick verſtummte zwar das Gebrüll der Jakobiner, aber das gemäßigte Volk jauchzte ihnen lauten Beifall zu. Alte, gebrechliche Leute, die im Son⸗ nenſchein, von ihren Enkeln geführt, luſtwandelten, fühlten ſich von jugendlicher Begeiſterung ergriffen, und deuteten auf die verſuchten Krieger, mit den Worten:Seht dieſe Helden, mit Staub bedeckt, als ob ſie aus einer Schlacht kämen! Das ſind die Helden von Mainz, deren Tapferkeit ſelbſt den Preußen Bewunderung für unſer Vaterland ab⸗ nöthigte! Sie haben unſterblichen Ruhm in jener Feſtung errungen, deren Trümmer ſie erſt verließen, als der bitterſte Hunger ſich mit ihren Feinden verſchworen hatte! Mütter hoben ihre Kinder auf den Armen empor, zeigten auf die Geprieſenen, und ſprachen:Merkt Euch dieſen Tag, Ihr

Kinder, und lernt von dieſen Männern, wie man die Ehre 2