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verſchanzt hatten.„Rettet mich! rettet mich, meine Freunde!“ ſchrie ſie mit herzzerreißender Stimme:„Rettet meinen Gemahl, der vielleicht jetzt in ſeinem Schlafzimmer ermor⸗ det wird!“—„Wer folgt mir, um den König zu befreien?“ rief Victor mit edler Begeiſterung, und eilte nach der Thüre, durch welche Ludwig gerade hereintrat. Der Fürſt war an⸗ gegriffen, aber die paſſive Standhaftigkeit, die ein Grund⸗ zug ſeines Charakters war, verläugnete ſich auch hier nicht. „Gott ſchützt Sie, Madame;“ ſagte er zu der Königin: „Die Meuchelmörder ſind in Ihrem Gemache, und durch⸗ bohren Ihr Lager mit tauſend Dolchſtichen, weil Sie ſelbſt ihnen durch ein Wunder entgangen ſind.“—„Wo iſt mein Sohn?“ fragte Marie Antvinette, mit verſtörten Augen um ſich ſehend. Das Glück lächelte der Mutter. An der
Hand der Frau von Tourzel kamen die königlichen Kinder
in den Saal. Ihnen folgte, mit Schrecken, aber auch mit begeiſterter Ergebenheit in den Zügen, eine Anzahl von Damen: unter ihnen die Esprémenil und das Fräulein von Sombreuil. Sie hatten ihre Wohnungen verlaſſen, und waren durch die Seitenpforten in den Pallaſt gedrungen⸗ um mit der geliebten Monarchin jedes Schickſal zu theilen. „Unglückliche Königin!“ riefen die Frauen:„Fliehen Sie! Wir haben in den Gängen des Schloſſes den Herzog von Orleans geſehen, wie er Ihren Mördern den Weg zu Ib⸗
rem Gemach wies. Unter dem Geſchrei: Es lebe unſer
König von Orleans! ſtürzten die Ungeheuer dahin!“— „Fliehen Sie, Madame!“ verſetzte der König mit Heftig⸗ keit:„Ich werde bleiben, und durch meinen Muth die Ruhe herſtellen.“— Der Graf D'Eſtaing erſchien mit
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