B weites Rapitel.
Der dritte October.
Es war am Samſtage, um die Mittagsſtunde, als ſich ein bedeutender Volkshaufen vor dem Gitter des königlichen Schloſ⸗ ſes zu Verſailles verſammelt hatte. Aus Handwerksleuten, Müßiggängern und Gaffern beſtehend, ſchaute und geſticu⸗ lirte er ohne Unterlaß gegen die Fenſter des Schloſſes. Unter den ſchlechtern Kleidern des Pöbels, wie unter den beſſern der Müßiggänger, ließen ſich einige Nationalgarden⸗ Uniformen bemerken. Die Leute ſchienen in einem heftigen Geſpräch begriffen, und höhniſches Gelächter wechſelte darin mit groben Verwünſchungen ab. Da kam ein Mann daher, groß, breitſchulterig, und in die Kleider eines wandernden Landmannes gehüllt. Seine mit Staub und Koth bedeckten Kamaſchen verriethen, daß er einen weiten Weg gemacht. In der Hand trug er einen dicken Knotenſtock, und man traute der athletiſchen Kraft, die aus allen ſeinen Bewegun⸗ gen ſprach, zu, daß er im Nothfall den Knüppel zu führen verſtehe. Er drängte ſich barſch in die Mitte des Haufens,


