— 314—
ten. aber neun Silberzehner macht's... da kann ich kein'n Haller ablaſſen.“
„Sollſt ſie haben, ſchon am Sonntag, und ollt' ich ſelber Schuh' und Strümpf' verkaufen!“ ſagte Florian luſtig, nahm die rothen Schuhe vom Fenſterbrett, und wanderte ſingend ſeiner Hütte zu.— Unterwegs wandelte ihn eine rechte Sehn⸗ ſucht nach der Hedwig an.„Ja,“ dachte er, „wenn ſie daheim ſäße, und wär' mein Weiberl, und hätt' ein Kindl auf'm Schvoß, und ich brächt' dem Madl die herzigen Schuh'... das wär' frei⸗ lich viel feiner! Prrr! weiß nicht, was das Waſch⸗ weiberl in ſein Buſſerl gethan hat, das mich ſo kurios lebig macht? Ich möcht' beim Eid, ſingen und tanzen, jodeln und fenſterln gehn, weiben und Vater ſeyn! Das Waſchweiberl verſteht's, und wenn's ein paar Spanw'lang größer wär.. 2 aber nein, pfui ſag' ich: das ißt nicht und trinkt nicht, und treibt Zauberei...! ach nein, das wär' nichts für einen braven Chriſten.... damit Punk⸗ tum!— Die Hedwig... ach die Hedwig! ach, ich hab' noch keine ſo lieb gehabt, als ſelbiges


