Fünfzehntes und letztes Rapitel.
Vergib unſre Schuld, 8 Wie auch wir vergeben unſern Schuldigern!
Geführt von Erlwein und Achmet kam ein Mann in die Stube, in deſſen kummervollen Zügen Archimbald den Bru⸗ der nimmer erkannt haben würde. Doch war es ſeine Stimme, mit welcher ſich der Ankömmling vernehmen ließ. Denn beſtürzt zurückfahrend rief er aus:„Wohin hat man mich gelockt? Was geht hier vor?“— Eine Unglück weiſſagende Stille, bloß durch das Geräuſch, das der zuraſſelnde Riegel der Thüre verurſachte, unterbrochen, war die Antwort auf dieſe Frage. Erſchrocken ſah ſich Philipp im Kreiſe um und wiederholte:„was geht hier vor? Man kommt mich in meiner Einſamkeit zu ſtören; man lügt mir vor, der krank gewordene Simon begehre, von Gewiſſensqualen belaſtet, mich an ſeinem Sterbebette zu ſehen; halb durch Ueberre⸗ dung, halb mit Gewalt zerrt man mich auf einen bereit ſtehenden Wagen... und führt mich um Mitternacht in die Stadt, durch die bewaffneten Wächter des Einlaſſes hindurch.. zur Schlachtbank; denn Gelinderes kann ich


