Teil eines Werkes 
2. Band, Der Bastard : eine deutsche Sittengeschichte aus dem Zeitalter Kaiser Rudolph des Zweiten : 1. Theil (1838) Der Knabe und der Fluch seiner Geburt
Entstehung
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Sechzehntes Rapitel.

Doch mit des Geſchickes Mächten Iſi kein ew'ger Bund zu flechten, Und das Unglück ſchreitet ſchnell.

Schiller.

Die Mittagsſtunde führte zwei freundliche Geſtalten in Archimbalds Einſamkeit. Leila und Zenide brachten ihm eine kleine, aber ausgeſuchte Mahlzeit. Als er ſein Stau⸗ nen und ſeine Freude über den doppelt willkommenen Beſuch ausdrückte, ſprach Leila erröthend:Vergebt; allein ich konute dem Verlangen nicht widerſtehn, meinen Beſchützer zu ſehen, und ihm zu danken.

Archimbald machte ihr begreiflich, daß es an ihm ſey, ihr und Zeniden zu danken für den Muth, mit welchem ſie die barbariſche Strafe ausgeſtanden hatten um Seinetwillen.

Nichts davon, fiel Zenide ein. Man duldet gerne für das, was man liebt: nicht wahr, Leila?

Leila nickte verſchämt. Archimbald glaubte in ihrem Blicke ein Geſtändniß zu leſen, das durch ſeinen geheimen Zauber ibn mächtiger ergriff, als die unumwundne Erklärung Zenidens.