zum Anſange, und hoffe am Ende meinen Glückwunſch wiederholen zu können; doch kann ichs euch nicht ber⸗ gen, daß wahrſcheinlich eure Würde euch den Kampf erleichtert.*
Der König(lächeind). Noch habe ichs nicht em⸗ pfunden.
Agnes. Doch! Alle Ritter, welche Glieder des Bundes wurden, mußten an einem Tage die Prüfung vollenden, und auch den Kampf um die Ehrenzeichen beginnen.
Der König Gu Heinrichen). Antwortet abermals an meiner Stelle, ich vermags nicht; wenn ihr aber nicht antworten könnt, ſo gebt mir wenigſtens das Zeugniß, daß ich nicht Schonung, nicht Aufſchub for⸗ derte.
Heinrich. Dies geb' ich euch im vollen Maße. Uebrigens ziemts ihr nicht, unſere Handlungen zu prüfen und zu unterſuchen. Steht der Neckerin nicht weiter Rede, ſo wird ſie enden müſſen.
Der König Gu Agnes). Habt ihrs vernommen 2 Agnes. Allerdings. Ich gehe, um den Becher
aufs Wohl des Geprüften zu füllen.
Am andern Tage langten Boten auf der Löwenburg an; ſie brachten ein Schreiben vom Erzbiſchofe aus Mainz an König Friedrich; er wünſchte ihm zu ſeiner Ankunft in Deutſchland Glück, bat ihn, bald thätig zu wirken, und berichtete ihm zugleich, daß er mit vielem Glücke den Sinn der deutſchen Fürſten lenke, und ſie zu ſeiner günſtigen Aufnahme vorbereite. Nur eins, ſchrieb er weiter, verbittert mir meine Abſicht wacker, und zwingt mich, ehe ich weiter handle, euern Rath zu hören und eure Einwilligung zu fordern. Der Biſchof von Bamberg hat die Anarchie des Reichs
trefftich benutzt: er hat ſeine Reiſige vermehrt, und durch ihre Hüfe viele freie Rittergüter an ſich geriſſen
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