Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
Entstehung
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De Ritter entfernten ſich; da ſie aber die Thüre hinter ſich verſchloſſen, da der horchende König keine Tritte mehr hörte, und nun mit Recht argwohnte, daß man ihm auch ſeine letzte Bitte, einen Prieſter, ver⸗ weigern würde, ſo ſank er auf ſeine Knie, und be⸗ tete andächtig zu demjenigen, der auch ohne dieſen vergeben und verzeihen kann. Kaum hatte er begon⸗ nen, als der feſte Boden unter ihm zu wanken be⸗ gann; er wollte aufſpringen, aber die Balken wichen; er ſank in die Tiefe. Wie er wieder aufblicken und den Gebrauch ſeiner Sinne genießen konnte, blendete 3 heller Fackelnglanz ſein ſtarrendes Auge; er fühlte ſich gehalten, und wie ers deutlicher unterſuchte, ſo lag er in Friedrichs und Eſchenbachs Armen. Sein Auge ſah ſich von vielen hundert Löwenrittern umgeben, welche im gedrängten Zirkel um ihn her ſtanden und lächelnd auf ihn hinab blickten. Eine langſame, feierliche Stimme erſcholl in ſein Ohr: Heil, Nil, Heil, Heil ſey dem Geprüften! rief ſie, und ulle Ritter antworteten: Heil ſey ihm! Die Stimme. Heil, Heil, Heil, Heil ſey dem König, welcher nicht freiwillig der Krone entſagt, ſie⸗ ber den Tod wählt! 3 Die Ritter. Heil ſey ihm! Die Stimme. Er iſt würdig, auf den wanken⸗ den Thron Deutſchlands zu ſitzen, ihn durch ſeinen