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—— Wie, wenn ich's wagte, den Tempelherrn die gunze Vertätherel, und die Abſicht unſers Plans ent⸗ deckte2
Der Greis. Wagts nicht, ihnen iſt durch den Frieden großer Vortheil worden, ſie haben alle ihre Güter im heiligen Lande zurück erhalten, ſind von Zoll und Tribut befreit. Immer ſcheints mir, daß ſie mit unter der Decke ſpielten, vielleicht gar die Unſchuldigen opfern halfen. Weh dann ihnen, wenn unſer Anſchlag kund würde!
Eſchenbach. Ich muß jetzt deinen Argwohn bil⸗ ligen, weil die Folge bewieſen hat, daß er heilſam war. Wie iſt aber dann Rettung Aller möglich?
Der Greis. Das überlegt mit euern Rittern dieſe Nacht, ich will ſie ebenfalls im Gebete und Ue⸗ berlegung durchwachen, vielleicht erleuchtet Gott mein Herz, vielleicht findet es Mittel. Wenn die Gefahr am größten, iſt ja ſtets ſeine Hilfe am nächſten!
Er ging fort, die nöthigen Geleitsbriefe noch dieſen Abend zu beſorgen, und Eſchenbach verſammelte ſeine Ritter, um mit ihnen zu rathſchlagen. Ungeachtet der ſtärkſte Freundſchaftbund ihren Verſtand die ganze Nacht wach erhielt, und dieſer unermüdet nach Mittel zur Erlöſung rang, ſo fand er doch keines, das nur eini⸗ germaßen glücklichen Erfolg verſprochen hätte. Sie harrten daher mit Sehnſucht des Prieſters; er kam, fragte und ſchwieg traurig, weil er ebenfalls nichts Tröſtliches zu erzählen wußte. Doch wurde der Aus⸗ zug beſchloſſen, die Ritter ſollten, nach des Greiſes Rathe, in der Stadt Rechob weilen, er aber wollte voraus ziehen, unter allerhand Vorwand Eintritt in die Veſte Dan ſuchen, und gelänge ihm dieſer, nähere Kundſchaſt vom Thurme und der Stärke der ganzen Beſatzung bringen. Unter den beſten Segenswünſchen eines glücklichen Erfolgs entließen ſie ihn, als ſie zu


