Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
Entstehung
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zogen und ſolche als ein Eigenthum des Kloſters von

euch fordern wollten, da geſellten ſich in der kommep⸗ den Nacht ein und achtzig dieſer Ritter zum Heere und

verſprachen ihren Beiſtand. Hättet ihr nicht freiwillig

die Veſte verlaſſen, der Kampf mit ihnen würde hart geweſen ſeyn. Eben als neun Jahre um waren, hat⸗ ten ſie die erſte Gruft mit Särgen angefüllt, ſie ver⸗ ſiegelten ſolche, und gaben mir einen Brief an den⸗ jenigen, der es jetzt oder in die Zukunft wagen würde, dies Siegel verletzen zu wollen. Seit einem Monden haben ſie nur einen einzigen Sarg gebracht, welchen eure kühne Hand vielleicht zu raſch geöffnet hat. Ihr mögt die That verfechten, wenn ſie Rache heiſchen werden.

Graf Farnsburg. Waren die Särge alle ver⸗ ſiegelt2 Der Abt. Alle! So viel ſchwöre ich euch bei meinem Worte und Prieſterwürde, daß ich den In⸗ halt derſelben nie kannte, daß ich und alle meine Mönche feſt glaubten, es wären Mitglieder ihres But⸗ des, welche in Fehde und Kampfe ihr Leben geendet hätten. Rein ſind wir, wenn ſie auf unrechtem Wege wandelten, und verdienen nicht Rache, weun wir den Schlachtopfern ihres Grimmes ein Begräbniß gönn⸗ ten und zum Heil ihrer Seelen Meſſe leſen! Friedrich. Wo iſt der Brief, welchen ſie dir ga⸗ ben, als ſie die Gruft verſiegelten?

Abt. Ich will ihn euch bringen! Nur flehe ich euch, im Voraus wohl zu erwägen, daß ihr die Rache eines mächtigen Bunds durch deſſen Eröffnung gegen euch reizen werdet.

Graf Farnsburg. Wir fürchten ihn und ſeine Rache nicht. Wir handeln frei und offen, verhüllen unſre Thaten nicht ins Dunkle der Mitternachtsſtunde, und werden Kampf mit ihnen ſuchen, da ſie ünfre Bundesgenvſſen ermordet, ſo frech unſeres Schutes