Graf Farnsburg. Dein Rath iſt gut.
Friedrich. Wenn nicht Pfaffenliſt darunter ver⸗ borgen liegt!
Biſchof. Junger, allzu raſcher Mann! Betrachte dies Haupt, es iſt in Ehren grau geworden. Redlich⸗ keit und Treue haben es ſtets geſchmückt, ich will und werde am Rande meines Grabes es nicht mit Schande beflecken. Lerne unterſcheiden, ſonſt wird dein kühnes Schwert noch oſt das Blut des Gerechten und Unſchul⸗ vigen trinken.
Friedrich cgerührt; ihm die Hand reichend). Ver⸗ zeiht mir, Ehrwürdiger, ich wollte euch nicht kränken, aber es wird mir ſo ſchwer, unter ſo vielen Schurken die wenigen Redlichen zu erkennen.
Biſchof. Leider und traurig für mein Herz, daß ich deinen Ausſpruch zu beſtätigen gezwungen bin!
Graf Farnsburg dzum Biſchofe). Ziehe voraus, wir wollen dir nachfolgen, und unfern des Kloſters deiner Nachricht entgegenharren!
Graf Frohbur g. Aber wenn du nun die Wei⸗ ber wirklich unter den Händen der Pfaffen triffſt, wenn du die erſtern, wie mein Herz wünſcht und hofft, uns unbeſchädigt und rein überantwortet haſt, was ſoll dann die Genugthuung für dieſe lodernde Veſte? Wel⸗ ches der Lohn der Jungfrauenräuber ſeyn?
Biſchof. Ich werde das Herz und Gewiſſen der Mönche ſtreng prüfen. Finde ich unter ihnen die Thä⸗ ter öder nur Theilnehmer der That, ſo wird dieſe Hand, welche ſie einſt zum Dienſte des Herrn ſalbte, ihre Weihe vernichten! Gebunden und gefeſſelt werden meine Knechte ſie euch zur gerechten Strafe überliefern. Und haben ſie ihre geweihten Zellen durch Jungfrauenraub etheiligt, ſo will ich alle Heiligthümer und die Ge fäſſe des Herrn mit mir nehmen, und das Kere Kie ſter enern Knechten überantworten, damit ſie Feie


