Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1797)
Entstehung
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6 15 erzeugen, ſo iſts ganz naturlich/ daß die Waaren ſich häͤufen, und aus Mangel der Käufer taͤglich im Werthe fallen muͤſſen. Mein lieber Abra⸗ ham, haͤtte unſer Monarch die Einfuhr nicht un⸗ terſagt, ſo waͤre G nicht gefallen, denn er ſtand ſolid und gut, und kennten ſeine Glaͤubiger beſſern und ſchnellern Abſaz des Waarenlagers, ſo wuͤrden ſie es ſicher nicht um ſolch einen Spott⸗ preis an einen fremden Juden uͤberlaſſen haben. Die Spekulazion taugt alſo nichts, und der ganze Gewinn zerplazt gleich einer Seifenblaſe.

Abraham. Gnädiger Herr leben, ſie ſpre⸗ chen ſo weiſe wie Salomo. Im Auslande ſind die Waaten vielleicht nicht gar vielmehr werth, aber in unſerm Lande Sprechen ſie es ſelbſt aus: Wie viel ſie hier werth ſein wuͤrden? Da iſt das Verzeichniß, kalkuliren ſie ein wenig.

Hr. v. 2. Ich verſchwende nicht gerne meine Zeit ſo ganz vergebens.

Abraham. Cuchelnd) Ganz vergebens? Gnaäͤdiger Herr, mein Schwager wohnt zu T welches nur zwei Stunden von der ſchen Graͤn⸗ ze entfernt liegt. Er kennt alle Wege und Stege, er faͤhrt bei Nacht und bei Tage ſicher. Ehe vierzehn Tage vergehn, ſind die Waaren im Lande Gnadiger Herr, laſſen ſie mich aus⸗ reden! Er uͤbernimmt den Transport auf eigne Gefahr, er ſtellt Kauzion, und wenn ſein Vermögen nicht zureicht, ſo werde auch ich Buͤrge R