Dritte Wanderung⸗
Anfrichtiges Bekenntniß des begangenen Feh⸗ lers iſt die halbe Beſſerung! So ſagts das Sprich⸗ wort, ſo lehrts der Hofmeiſter ſeinen Sleven. Of⸗ nes Bekenntniß des begangenen Fehlers iſt volle Beſſerung, vernichtet iede Strafe, bringt Verzei⸗ hung und Vergeſſenheit zum Lohne! So würde ich lehren, wenn ich Vater waͤre, sder Vetersſtelle 4 vertreten haͤtte. Ich wuͤrde ieden Morgen, ieden Abend dieſe ausgemachte Wahrheit meinen Kindern wiederholen, und ſie bei ieder Gelegen⸗ heit mit der ſtrengſten Gewiſſenhaftigkeit ausuben; ieder Fehler, er ſei auch noch ſo groß, noch ſo wichtig, wuͤrde von mir nicht geruͤgt, nicht geſtraft,
und ganz vergeſſen werden, wenn vor oder bei
der Entdektung offenherziges Bekenntniß, treue Erzählung der Umſtaͤnde erfolgte. Der groſſe, nnermeßliche Gewinn iſt klar und einleuchtend⸗ Ich erfahre dadurch die Reigung, den Hang mei⸗ nes Kindes, ich ſehe, wie's gehandelt hat, und kann's unterrichten, wie es hätte handeln ſollen, ich kann's bei Gelegenheit in aͤhnliche Lage ver⸗ ſezzen, und ingeheim beobachten: Ob die Verſu⸗ chung noch wurkt? Ob es kaͤmpft, widerſteht und
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