Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
Entstehung
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de, der ihnen uͤberall auf der Ferſe war, zu de⸗ cken, und ſo ſchwach auch ſeine Diviſion damals war, ſo that er doch, indem er ſich mit ihr ei⸗ nem ſiegreichen weit ſtaͤrkern Feinde entgegenwarf, alles, was ſich nur von einem ſo talentvollen, geſchickten und tapfern Generale erwarten ließ, und rettete ganz allein die Truͤmmern der vor ei⸗ nigen Wochen noch ſo ſehr gefurchteten Armee. In einem der letzten Gefechte des damaligen Feld⸗ zugs ward ſeine Diviſion zerſprengt, ein Theil derſelben zuſammengehauen, der andre floh mit unaufhaltbarer Eile den Verſchanzungen bei Neu⸗ wied und Duͤſſeldorf zu. Marckau warf ſich den Flichenden in den Weg, und wendete alles an, ſie wieder zu ſammeln und mit ihnen vorzu⸗ dringen. Hierbetritt er mit ſeinem Generalſtabe an einem Buſche vorbei, dem einzigen in der gan⸗ zen Gegend, in der noch haͤufig franzoſiſche Jaͤger und Huſaren herumſtreiften, und welchen daher niemand verdaͤchtig fand. Ein bſterreſchiſcher Jäger von einem der vorſtreifenden Plaͤnklerkorps hatte ſich hinter denſelben verborgen, und ſchoß den durch ſeine Uniform und die Schwungfedern ſeines Huths vorzuglich ausgezeichneten General vom Pferde. Seine Begleiter ſuchten denſelben fortzuſchaffen, die in der Raͤhe befindlichen kai⸗ ſerlichen Huſaren aber verhinderten ſie hieran, und Marceau gerieth zwar noch lebend, aber äußerſt ſchwer verwundet in dſtreſchiſche Gefangen⸗ ſchaft.