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ger; ein Gefuͤhl, von dem er zuvor nicht elnmal Begriffe gehabt hatte. Dieſer lehrte ihn betteln,
und er that dieſes auf eine ſo eindringende Weiſe,
daß die Voruͤbergehenden, ſo ſehr wenig ſie auch
von dem Schickſale dieſes jetzt allgemein gehaßten Gegenſtandes geruͤhrt waren, ihm doch wenigſtens nicht ungerne gaben. Ein hochſt armer Fiſcher that fuͤr ſeine Verhaͤltniſſe am melſten; er gab dem armen Knaben Nachtherberge, und reinigte ihn; mehr konnte derſelbe ſelbſt nicht thun, und Jeronimo naͤhrte ſich von den Broſamen, die man an den Thuͤren der Kloſter ihm zuwarf, nud den Allmoſen, welche er auf der zuſammen bettelte.
Ein Vierteljahr lang ohngefaͤhr hatte dieſe 1 Jamwetperiode gedauert, als ein alter Arzt, wel⸗ chen Jeronimo anbettelte, den kleinen Betteljun⸗
gen intereſſant fand, und denſelben uͤber ſeine Verhaͤltniſſe befragte. Jeronimo beantwortete dieſe Fragen mit ſo viel Geiſt und Richtigkelt, und gefiel dadurch ſo ſehr, daß der Arzt, der ſelb keine Familie hatte, denſelben aufzunehmen be⸗ ſchloß, und ihn mit ſich in ſeine Wohnung nahm, wo er ihn ſogleich tleiden ließ und zu vpſleg verſprach.
Fiorottt,— ſo hieß Jeronlmo's nunmehrl ger Verpfleger— war ein bejahrter Mann, un verheurathet, voll Kenntniſſe, aber auch voll Eigenſinn, und Jerontmo, der denſelben als ſe


