Teil eines Werkes 
Zweyther Theil (1803)
Entstehung
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begänſtigen. Er ward daher täglich kühner und zu⸗ dringlicher, überhaͤufte dieſelbe mit ſeinen Beſuchen, und ſchien ſich gar nicht mehr von ihr trennen zu wollen. Das feine Betragen Joſepbinens, und die Gefaͤlligkeit, mit der ſie deſſen Zudringlichkeit überſah, ſchienen ihm neue Beweiſe zu ſeyn, daß er der Erfuͤllung ſeiner Wuͤnſche täglich naͤher ruͤcke. Schon hatte er es gewagt, Joſephinen auf eine verdeckte Weiſe ſeine Leidenſchaft zu entdecken, und da die unermuͤdliche Geduld dieſes reizenden

Maͤdchens hierdurch nicht erſchoͤpft worden war,

ſo fing ſein Betragen nach gerade an, an Verwe⸗ genheit zu graͤnzen.

Einſt als er bey Joſephinen allein und nie⸗ mand zugegen war, als der Knabe Jeronimo, der in einer Ecke mit einem Hunde ſpielte, verlor Contamino, well eben Joſephine ihm eine Hoflich⸗ keit geſagt hatte, die ihn ganz in Feuer und Flam⸗ men ſetzte, und aus der er alles hoffen zu durfen ſich berechtigt hielt, das Gleichgewicht ſo ſehr, daß er derſelben ſeine Leidenſchaft und Wuͤnſche ohne Hehl erdfnete, und als Joſephine noch immer die Indignatlon, von der ſie durchdrungen war, zu⸗ ruͤckhielt, und durch beſcheidne Wendungen und Zuruckweiſungen denſelben in die Graͤnzen der Be⸗ ſcheidenheit zuruckzufuͤhren trachtete, vergaß er ſich ſo ganz, daß er Joſephinen in ſeine Arme ſchloß, und ſie mit Kuͤſſen uͤberdeckte. Das war mehr, als Joſephine ertragen konnte. Von Abſchen und Ekel zur Wut gebracht, entwand