Teil eines Werkes 
Zweyther Theil (1803)
Entstehung
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22 dert; er ſchloß ſich an den Pabſt und dle Familie Feroneſe an, und ſuchte jetzt eben ſo ſorgfältig Gelegenheit auf, dieſen gefuͤllig zu ſeyn, als er ſie zuvor geſucht hatte, denſelben zu ſchaden und ihnen Verdruß zu machen. Der Pabſt, der ſeine Leute kannte, durchſchaute Contamino'n, und ſah ein, daß dieſes nur Verſtellung war, welche den Zweck hatte, die Feroneſe's irre zu leiten, und die Gegenwirkung dieſer maͤchtigen Familie, wel⸗ che den Planen Contamino's ſo ſehr ſchaͤdlich wer⸗ den konnte, zu brechen. Er behandelte daher den⸗ ſelben nach Erforderniß, das heißt, er ſetzte Liſt der Liſt entgegen, und ließ denſelben keinen Au⸗ genblick aus den Augen, während er ihn mit Gna⸗ de und Freundſchaft überhaͤufte, und die Mine annahm, als ſetze er nicht das mindeſte Miß⸗ trauen in denſelben. Die uͤbrigen waren eben ſo,

wle der Pabſt uberzeugt, daß nur das angefuͤhrte

Motto die ſcheinbare Veraͤnderung in Contami⸗ no's Handlungsweiſe erzeugt habe, und der Kardi⸗ nal Feroneſe kannte noch elnen Grund, der einen großen Antheil an dieſer Veraͤnderung zu geben ſchien. Es war eine raſende Leidenſchaft, welche

Contamino zu Joſephinen gefaßt hatte. Dieſer

graue Sunder war in Joſephinen mit elnem Feuer verliebt, welches ſelbſt einen erſt angehenden Juͤng⸗

ling laͤcherlich gemacht haben wuͤrde. All das Feuer

ſeiner Jugend ſchien wieder erwacht zu ſeyn, und er,

dieſer große Kuͤnſtler in der Verſtellung, war ſo wenig Meiſter uber ſich ſelbſt, daß ſein Benehmen