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Jeronimo Zencopraſti.
In jedem Verhaͤltniſſe und Stande, unter jeder moraliſchen Polhoͤhe gedeihen gute, große und
weiſe Menſchen, ſo wie jede phiſiſche adäͤquate
Naturprodukte hervorbringt, und ein wirklich gro⸗ ßer Mann, uͤberall ſelbſtſtaͤndig, und unabhaͤngig ſelbſt von der Gottheit, iſt unter allen Verhaͤlt⸗ niſſen frey und groß. Die äuſſern Verhaͤltniſſe ge⸗ ben dem Menſchen ſeine Beſtimmung und Rich⸗ tung, ſie konnen erwirken, daß er groß ſcheine; aber den Kern ſelbſt ergreifen ſie nicht, ſie koͤnnen nicht wirkliche Große ihm geben, und wem es die Natur nicht bey der Wiege ſang, der wird— ſelbſtſtaͤndig und abgezogen von denen auf ihn ein⸗ wirkenden Umſtaͤnden betrachtet— ſelten mehr als ein Alltagsmenſch werden.— Wahre, innre Groͤße wird ſogar nirgends ſichtbarer, erſcheint nir⸗ gends in ſchoͤnerem, hellerem, ergreifenderem Lich⸗
te, als wenn die aͤußern Umſtaͤnde derſelben entge⸗


