Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1802)
Entstehung
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3 habe, ob der gute Edelmann nicht mehr gäbe, als der Begierigſie erwarten koͤnnte. Gebe ſie nur Acht, ſezte ſie immer hinzu, das Reiſege⸗ ſchenk wird der Mahlzeit aͤhnlich ſeyn, und wir werden nicht mehr noͤthig haben, bei gemeinen Leuten ein Allmoſen zu erbetteln. Endlich erſchienen die Torten; der Diener erfuͤllte getreu den Befehl ſeines Herrn, ſezte die mit Gold gefuͤllte der Hauptmännin, die leere hingegen der Lieutenantin vor, und gieng wieder fort, um den Speiſenden volle Freiheit zu goͤnnen, nach Gefallen zu ſprechen. Hauptmannin.(mit voller Verwunderung) Ach! ſogar Torten! Einſt meine Lieblingsſpeiſe! Ich habe ſie lange entbehren muͤſſen und will mir es nun recht herrlich ſchmeken laſſen. Es lebe unſer gaſtfreier Edelmann!(will die Torte brechen und füͤhlt jezt die natuͤrliche Schwere deſ⸗ ſelben) O der verdammte Koch, mir Frende und Appetit mit einem Mal! die Torte iſt elend gebaken, iſt ſchwer wie Blei. 36 ver⸗ ſtehe die Kunſt beſſer, ſie ht federleicht ſeyn. Lieutenantin) Laß ſie ſehen, iſt denn die ihrise nicht beſſer gerathen?(nimmt die andere Forte und wiegt ſie auf der Hand) O ja! O dieſe iſt leicht und gut. Wir tauſchen, ihr Magen vertraͤgt ſo etwas weit eher, als der meinige.