Freunde noch lebend, und bei dieſen einigen Er⸗ ſaz des Verluſtes finden wuͤrden. Ihre Män⸗ ner hatten unter einer Fahne gedient, waren im Leben vertraute Freunde geweſen, und hatten ihren Weibern oft geboten, daß ſie in dieſem traurigen Falle mit einander nach Hauſe zie⸗ hen und ſich auf der Reiſe nicht verlaſſen ſollten⸗ Sie befolgten jezt mit Thraͤnen den Willen ih⸗ rer Maͤnner, thaten es um ſo lieber, weil ſie beide aus einem Orte gebürtig waren und ohn⸗⸗ hin gleiche S traſſe wandern mußten. Noch hat⸗ ten ſie nicht die Haͤlfte des weiten Weges zu⸗ ruͤk gelegt, als ihre kleine Baarſchaft ſchon ganz zu Ende gieng. Sie mußten, um ihre Reiſe weiter fortſezen zu koͤnnen, mitleidige Her⸗ zen ſuchen, und fanden ſie meiſtens auf den Edelhoͤfen und Schloͤſſern, die unfern der Straſſe lagen. Die Hauptmanns⸗Wittwe war von Adel, die Frau des Lieutenants nur eine Buͤr⸗ gerstochter; der erſtern gluͤkte es daher oft, ein reicheres und groͤßeres Allmoſen zu erhalten, und gab ihr folglich alle Gelegenheit, ſich bei ihrer Begleiterin ein groͤßeres Anſehen zu er⸗ werben. Die Aermſte mußte, um Theit an dem Geſchenke zu nehmen, die Muͤhſeligkeiten der Reiſe doppelt dulden, beider Habſeltgkeiten tragen und in der Herberge kochen, wenn die erſtere ruhte. Wie ſie durch Franken reisten, ſahen ſie um Mittagszeit ein ſchoͤnes Schloß
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