Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1802)
Entstehung
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aller, warum er mir alles rauben, warum er mir nicht einen Pfennig uͤbrig ließ, um ihn dir beim Abſchiede in die in meinem Dienſte benarbte Haͤnde druͤken zu koͤnnen.

Adolph. Da, Mutter, da! Gebt ihm den Silbergroſchen, den ihr mir neulich ſchenktet, ols ich den jungen Sperling fliegen ließ. Da, Waiblingen, da! Bete fuͤr meine arme Mutter!

Waiblingen. O autes Kind! Und ich ſollte dich verlaſſen? Nicht auf meinen Armen tragen? Nein, Frau, ich folge euch, und wenn ihr mich wie einen Hund mit den Fuͤſſen von euch ſtoßt: ſo will ich doch am Scheidewege eurer wieder harren, und mit neuen Schmeicheleien euer Herz beſtuͤrmen.

Mathilde. Ich will's nicht hindern, um der Kinder willen nicht, die ohne eure Huͤlfe verſchmachten wuͤrden. Wie weit iſt's denn von hier bis ins Marienkloſter, wo ich einſt erzogen wurde?

Waiblingen. Starke fuͤnf Tagreiſen, die ihr mit dieſen Kindern in zehn nicht endigen wuͤrdet. Aber ſorgt euch nicht. Ich habe fuͤnf⸗ zehn Silbergroſchen bei mir, dafuͤr will ich euch ein Roß miethen, und fuͤr Brod ſoll ſchon auch rath werden. Ich will herzlich gerne fuͤr euch betteln, will weinen, und meine duͤrren Haͤnde ringen, damit jedes alte Muͤtterchen ſich meiner erbarme, und mir eine Gabe reiche. Aber laßt