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Ultimo : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
[Giessen] [2025]
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ſtanden; ja, daß ich Gott ſelbſt dem ſcheinhei⸗ ligen, verlogenen, grauſamen Gott der Junker und Pfaffen Krieg erklärt habe, Krieg, ſo lange ich eine Stimme habe, zu ſchreien: ihr lügt und trügt, und abermals: ihr lügt und trügt!

Ich ſehe den nachdenklichen Zug, der Deinem lieben Geſicht ſo gut ſteht, und höre Dich leiſe, ſo ganz leiſe und verloren, fragen: was ſoll daraus werden? Mädchen! ſo frugen ſchon die Apoſtel in kleinmüthigen Stunden, aber der Gott, an den ſie glanbten, lebte doch und verließ ſie nicht, und ſo wird er uns der gute, große, ſtrahlende Gott der Freiheit und der Liebe nicht verlaſſen, wenn wir nur den rechten Glauben haben.

Ohne den geht's freilich nicht, Geliebte! ja es muß ſchon ein rechter echter Glaube ſein, wenn der junge Menſch in der zerfetzten Blouſe und den zer⸗ riſſenen Stiefeln, der hier in der elendeſten Hütte eines elenden Schweizerdorfes beim letzten Tages⸗ ſchein dieſen Brief ſchreibt, zu welchem er ſich das Papier ſelbſt von ſeinen großmüthigen Gaſtfreunden einem verhuzelten alten Mütterchen und ihrem hünenhaften Sohn, der mich anlacht, ſo oft er mich