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Die schönen Amerikanerinnen : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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Mutter dieſe entthronte Königin, die jetzt ihre graue Locken⸗ krone demüthig in der Hand trug und noch immer verſicherte, daß ſie keine Schuld und daß ſie es ja immer geſagt habe die weinende Mutter und die weinenden Töchter, die beide von der Schönheit waren, welche Thränen nur noch verſchönern, wurden von dem Sanitätsrath in ihre Zimmer auf der andern Seite des Salons geführt; der Wachtmeiſter Herr Hockelheim nahm in dem Salon ſelbſt neben einer Flaſche Nothwein Platz, und wir, das heißt: Kühleborn, Herr Scherzer, der Meiſter, Egbert, Bergfeld und ich begaben uns eine Treppe tiefer in dasSprechzimmer des Sanitätsraths, um uns vor⸗ erſt einmal an ſchnell herbeigeſchaffter kalter Küche und ein paar Gläſern Champagner zu reſtauriren und dann, oder viel⸗ mehr ſchon während deſſen, gemeinſam zu berathen, was nun geſchehen ſolle?

XII.

Eine ſichere Baſis der Verhandlungen war glücklicherweiſe bereits vorhanden. Noch während wir die Treppe zuſammen hinunterſchritten, hatte Egbert, mir ſeinen Arm um die Schulter legend, zugeflüſtert: Sieh zu, wie Du den Schwarzen zu⸗ frieden ſtellſt, und wie wir den Vater los werden; ich bin zu Allem und Jedem bereit, und ſollte es mich mein Vermögen koſten; worauf ich in demſelben Tone: juſt ſo viel wird's wohl nicht ſein, und daß es Dir auf ein paar Tauſend in dieſem Falle nicht ankommt, weiß ich. Sodann hatte mich Herr Bergfeld, als wir kaum das Zimmer betreten, in eine Ecke gezogen, mir die Hände gedrückt und mir zugeraunt: Sehen Sie, ich habe doch Recht gehabt: ſie liebt mich, ſie will mich heirathen. Ich mache mir gar nichts daraus, daß