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Die Erſcheinung des kleinen ſchwarzen Fremden war(da er mit ſeinem Begleiter bereits an der Poſt ausgeſtiegen, wir ihn mithin nicht einmal hatten vorfahren hören) für uns Alle ſo überraſchend, daß wir Einer den Andern anſahen, als ob immer der Andere im Alleinbeſitz der Erklärung dieſer ſelt⸗ ſamen Geſchichte ſein müßte. Für den weiblichen Theil der Familie Cunnigsby— von dem Hausvater ganz abgeſehen— ſchien dieſelbe eines erläuternden Commentars allerdings we⸗ niger zu bedürfen, denn die corpulente Mama(die übrigens auch in Reiſekleidern war) hatte ſich in einen Stuhl geworfen und rang die Hände, wobei ihre Augen fortwährend ſtarr auf Mr. Cunnigsby gerichtet blieben, und die beiden jungen Damen waren ſich, offenbar getrieben von demſelben Gefühle derſelben Gefahr, in die Arme geſunken und ſchluchzten ſtill eine an dem Buſen der andern.
Dieſer Anblick brachte mich zuerſt wieder zur Beſinnung.
Ich vermuthe, daß wir die Verhandlungen auch ohne die Damen fortführen können? ſagte ich zu Herrn Willibald Scherzer.
Ohne Zweifel, ohne Zweifel, erwiederte dieſer mit großer Höflichteit. Im Gegentheil! ich bin Ihnen ſehr verbunden, daß Sie mich auf die Unſchicklichkeit, eine derartige Verhandlung vor Damen zu beginnen, aufmerkſam gemacht haben. Allerdings, wenn Madame die Güte haben wollte—
So laſſen Sie uns wenigſtens die jungen Damen entfernen. Darf ich Sie bitten,— nur hier herein; wir werden Sie hoffentlich nicht lange allein zu laſſen brauchen.
Mit dieſen Worten führte ich die beiden Mädchen mit ſanfter Gewalt in das Nebenzimmer, in welchem bereits Lichter brannten, und welches, ſo weit ich in der Eile ſehen konnte, das Schlafgemach derſelben war, und drückte die Thür hinter ihnen in's Schloß.
So, ſagte Herr Scherzer, indem er ſich einen Reiſeſhawl von dem Hals wickelte, denſelben in ſeinen Hut that, den Hut auf den Tiſch ſetzte und ſich mit ſichtlicher Befriedigung die Hände rieb; wir ſind jetzt in der That ungenirter und können


