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Die schönen Amerikanerinnen : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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Ader Linder iſt noch gar nicht wieder hier.

Unmöglich. Und der alte Meiſter König—

Iſt vor einer halben Stunde zu Fuß gekommen, ſitzt oben auf Ihrem Zimmer und erwartet Sie. Aber laſſen Sie uns zu den Damen!

Dieſe waren mittlerweile ausgeſtiegen. Der Doctor ſtand wie auf Kohlen. Und Sie wiſſen gar nicht, was hier vorge⸗ gangen iſt? rief ich, ihn noch immer am Arm feſthaltend.

Nun natürlich, entgegnete der Doctor; wir glaubten Alle, den Damen und dem Grafen ſei oben in den Bergen ein Un⸗ fall begegnet; Mr. und Mrs. Cunnigsby wollten ihnen eben auf gut Glück nachfahren. Aber um Himmelswillen, wo iſt denn der Graf?

Sie ſollen es ſogleich erfahren, murmelte ich, indem ich ſeinen Arm losließ und mich zu den Andern wandte, die noch immer von dem Haufen umdrängt waren. Kommen Sie, meine Damen, und Sie, Herr Sanitätsrath, begleiten uns wohl gefälligſt.

Ich hatte Ellen's Arm genommen und drängte mich, ohne viel Umſtände zu machen, durch die Gaffer. Miß Birginia (der Herr Bergfeld treu an der Seite blieb), Egbert und der Doctor folgten. So ſchritten wir in das Kurhaus, die Treppe hinauf. Ich fühlte, wie das gute arme Mädchen zitterte und ſchwankte. Muth, Muth, liebes Kind, flüſterte ich: er ſoll Ihnen nichts zu Leide thun dürfen. Es wird noch Alles gut werden.

Mit dieſen Worten öffnete ich die Thür zu dem Salon der Amerikaner, in welchen ich ſchon einmal ſo unerlaubt und unerwünſcht eingedrungen war.

Mr. Cunnigsby ſtand, mit dem Hut auf dem Kopf, voll⸗ ſtindig zur Reiſe fertig da. Als er uns erblickte, fuhr er einen großen Schritt zurück, mit einem unverſtändlichen Ausruf, der jedenfalls kein Segen war, und einem Ausdruck des Schreckens in dem erbleichenden Geſicht, der meinen ſchlimmſten Verdacht vollauf beſtätigte. Mrs. Cunnigsby trat eben aus dem Neben⸗ zimmer mit einer Schachtel in der Hand, die ſie mit einem