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Sie ſind toll, Louis, ſagte ich endlich, während Egbert un⸗ gläubig den Kopf ſchüttelte, Linder ſich lächelnd den Bart ſtrich und Herr Bergfeld in einem plötzlichen Anfall von Kampfes⸗ wuth Louis am Kragen faßte und ſchüttelte.
Ruhig, Ihr Herren! ſagte ich; die Sache muß genauer unterſucht werden. Kommen Sie, Louis, trinken Sie ein Glas Wein, und erzählen Sie, was Sie wiſſen.
Ich hatte dem armen Menſchen, der ſich in ſeiner Angſt und Verwirrung fortwährend die trockenen Lippen mit der trockenen Zunge zu feuchten verſuchte, von dem Tiſch, an dem wir geſeſſen hatten, ein Glas eingeſchenkt. Glücklicherweiſe war Niemand in der Nähe, der dieſe ſonderbare Conferenz hätte beobachten können. Louis leerte das Glas auf einen Zug und ſagte:
Ich weiß Sie es ja auch erſt ſeit vorgeſtern Morgen. Er hatte ſich ja ſo herausſtaffirt, daß ihn ſeine eigene Mutter nicht wieder erkannt hätte. Aber vorgeſtern Morgen, als Karl nicht gleich da war und ich für ihn am Billard markirte— wiſſen Sie, Herr Linder, Sie ſtanden am Fenſter und laſen die Illuſtrirte— Gott ſtrambach! ich ſage Sie, es fährt mir noch durch alle Glieder, wenn ich daran denke— macht er Sie ein Quadruplé, daß ich beinahe vor Schreck aufgeſchrieen hätte. Herr du mein, ſage ich bei mir, ſo ein Quadruplé!— und indem ich das noch ſo denke— richtig, da macht er Sie wieder daſſelbe Quadruplé— na! und da wußte ich, daß er es war.
Wer? riefen wir Alle wie aus einem Munde.
Der Billardcaspar aus dem Café Stephan, mit dem ich ja ein ganzes Jahr im Kaiſer Franz Hotel in Wien ſervirt abe.
Wir ſahen uns Einer den Andern der Reihe nach an und brachen dann ſämmtlich, wie von einem elektriſchen Funken durchzuckt, in ein ſchallendes Gelächter aus.
Sie können es mir glauben, meine Herren, ſagte Louis, der den Sinn unſerer Heiterkeit mißverſtand: das Quadruplé macht ihm Keiner nicht nach, und wenn der Kaiſer Franz


