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Die schönen Amerikanerinnen : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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fütterte— ich hatte ihn gebeten, den Einſpänner weiter nach Tannenburg zu benutzen; wer konnte wiſſen, wann und wie wir zurückkehren würden!— einen Gevatter beſuchen; ich blieb mit Egbert und Bergfeld vor dem Kurhauſe ſitzen.

Ich habe Herrn Bergfeld, auf deſſen Discretion wir uns verlaſſen können, mit unſerem Vorhaben bekannt gemacht, ſagte Egbert, als Antwort auf einen fragenden Blick von mir.

Der im carrirten Coſtüm erröthete heftig, ſchüttelte Egbert's Hand, dann die meine, und rief mit großer Wärme:

Ich weiß dieſe Ehre zu ſchätzen, meine Herren! es wird ſtets zu den angenehmſten Erinnerungen meines armen Lebens zählen, daß ich eines ſolchen Vertrauens von ſolchen Männern gewürdigt wurde.

Ich mußte lächeln, ſo trüb mir zu Muthe war. Ich dachte an den„Laffen“, mit welchem wenig ſchmeichelhaften Ausdruck Egbert in den erſten Tagen den jungen Mercursſohn ſtets be⸗ zeichnet hatte, und dachte, wie gemeinſchaftliches Leid einſtige Nebenbuhler doch ſo ſchnell unter einen Hut bringt!

Ach! fuhr der Carrirte fort; Sie können gar nicht ahnen, welche Wohlthat Sie mir durch Ihre Freundſchaft beweiſen, denn Sie wiſſen nicht und können nicht wiſſen, was ich ge⸗ litten habe und noch leide. Es iſt ſchrecklich, der Erfüllung ſeiner heißeſten Wünſche ſich ſo nah' zu glauben und dann auf einmal— an die Luft geſetzt zu werden, wie man zu ſagen pflegt, ohne zu begreifen, weshalb. Er kann ſie doch nicht Beide heirathen wollen—

Hier machte Egbert eine ungeduldige Bewegung, ſtand auf und begann in der Veranda hin und her zu gehen. Herr Bergfeld nahm in Ermangelung von zwei Zuhörern mit einem vorlieb und fuhr, ohne ſich zu unterbrechen, fort: obgleich ich dem Menſchen faktiſch Alles zutraue, aber faktiſch Alles! Denken Sie doch nur— ich habe das Herrn Egbert noch gar nicht er⸗ zählt, weil ich ihn nicht noch mehr aufbringen wollte— er hat ja hier ſchon eine ähnliche Geſchichte gehabt, während der drei Tage, die er hier zugebracht: ein Fräulein Libbeke aus Ham⸗ burg, Firma F. A. Libbeke— die große Colonialwaarenhand⸗

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