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kleiner und voller als jene, ſehr brünet, mit blitzenden, dunklen Augen, die offenbar ihr Spiel meiſterlich verſtanden, und blitzen⸗ den, weißen Zähnen, über welchen ſich die rothen üppigen Lippen ſelten ſchloſſen, trotzdem ſie ſich viel mehr mit ihrem Vater, als mit ihrem Nachbar, dem jungen Mercursſohne, unterhielt, deſſen albernes Geſicht ich nur ſehen konnte, wenn die beiden Fräulein von Puſterhauſen neben mir— was ſie freilich oft genug thaten — die Köpfe zuſammenſteckten und kicherten.
Dieſe jungen Damen hatten augenſcheinlich mit jenem Scharf⸗ ſinn ihres Alters und Geſchlechts herausgebracht, weshalb wir uns in ihre Nähe gedrängt hatten, denn ſie blickten bald den armen Egbert an und bald die ſchöne Ellen und drückten dann wieder wechſelſeitig den Schweſtermund auf das Schweſterohr. Durch dies Hinüber und Herüber der Mädchen wurde ich ſelbſt erſt auf einen Umſtand aufmerkſam, der mir bis dahin ent⸗ gangen war, daß nämlich— ſo weit dies möglich— die Ge⸗ ſichter Egbert's und Miß Ellen's denſelben Ausdruck ſcheuer Verlegenheit trugen, daß Beide kaum einmal von ihren Tellern aufſahen und doch eigentlich auf denſelben nichts zu ſuchen hatten, da ſie die Speiſen faſt unberührt an ſich vorübergehen ließen. Die Schweſtern von Puſterhauſen mußten ihre ſcharfſinnige Ent⸗ deckung der Mutter ſignaliſirt und dieſe wiederum ihren Freundin⸗ nen, Frau Juſtizrath Scherwenzel und Frau Oberpoſtdirectorin von Dinde, die intereſſante Mittheilung gemacht haben, denn wir kamen jetzt unter ein Kreuzfeuer ärgerlicher und hämiſcher Blicke, das auch das Herz des Bravſten hätte einſchüchtern können, beſonders wenn er, wie ich, die halblaut geſprochenen Worte hörte: alſo er will wirklich Ernſt machen, nun, Gott helf! Er wird dabei ſeinen dreiſten Freund dringend nöthig haben.
Frau von Puſterhauſen! Frau von Puſterhauſen! bin ich zu dreiſt, wenn ich behaupte, daß Ihre Gänschen von Töchtern aus dem nächſten Teiche ſich mit den Schwänen vom Miſſiſſippi nicht meſſen können! iſt es Dreiſtigkeit, wenn ich über die un⸗ dankbare Mühe, die Ihr Euch Alle gebt, den kleinbürger⸗ lichen Anſtrich Eurer Garderobe, Eurer Manieren, Eurer


