ſich aufgeſpart für den äußerſten Fall. Er will einen abfeuern, den Leuten ein Signal zu geben; er zieht mit unſäglicher Mühe den Revolver heraus, aber ſeine ſteifen kraftloſen Finger taſten vergeblich nach dem Abzug, er wird nicht damit fertig und das Licht entfernt ſich mehr und mehr.
Aber jetzt kommt es wieder näher und immer näher; es iſt, als ob ſich neues Leben durch die ausgetrockneten Adern des Unglücklichen ergießt; er murmelt ein Dankgebet, ſeine bren⸗ nenden Augen feuchten ſich, ein Schleier fällt darüber, durch den das Licht in Strahlen ſchimmert.
Jetzt iſt es ſo nahe, daß er die Geſtalten unterſcheiden kann: eine, zwei, drei. Sie haben es eben nicht eilig; ſie hal⸗ ten ſich länger, als es ihm nöthig ſcheint, bei den einzelnen Todten auf, welchen der mit der Laterne in's Geſicht leuchtet, während die beiden Anderen—
Heiliger Gott, was iſt das? Der Fürſt hat deutlich ge⸗ ſehen, wie der Eine mit einem Meſſer zwiſchen den Zähnen auf der Bruſt des Todten kniet und der Andere den linken Arm des Todten hebt und mit einem Sacré fallen läßt. Der Dritte hält die Laterne, dem Spießgeſellen zu leuchten und beſſer um⸗ ſchauen zu können. Das Licht fällt grell in ſein wüſtes, thie⸗ riſches Geſicht, aus welchem die Augen der Hyäne funkeln, und die Hyänenaugen ſehen jetzt den Daſitzenden. Er ſchwenkt un⸗ geduldig die Laterne.
Macht, daß Ihr fertig werdet, ſagte er; da iſt ein Officier.
Wie durch ein Wunder hatte der tapfere Mann ſeine Geiſtesgegenwart, ſeinen trotzigen Muth, ja ſein untrügliches Auge, ſeine feſte Hand wiedergefunden. Er nimmt nicht den Laternenträger, ſondern den erſten der Räuber auf's Korn, um für den zweiten noch Licht zu haben. Ein kurzer ſcharfer Knall und noch einer; der Laternenträger, der ſeine Geſellen rechts und links neben ſich ſtürzen ſieht, läßt in grauſem Schreck die Laterne fallen unmittelbar neben dem Fürſten und läuft da⸗ von, ſo ſchnell ihn die Beine tragen. Das Licht in der Laterne brennt weiter; es dient einem Trupp von Männern, die von
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