Teil eines Werkes 
11. Band (1877) Allzeit voran : Roman / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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nur was der Herr eben zur Reiſe brauchte das Andere ſollte nachkommen; er legte den Mantel des Herrn in der Ecke zurecht, aber der Herr ſtand noch immer oben am Fenſter, ohne ſich zu regen, in Gedanken verloren.

Sie waren nicht alle erfreulich, dieſe Gedanken: es waren ſogar recht ſchmerzliche darunter, die den Grafen, der jetzt Fürſt war, die Lippen zuſammenpreſſen und die Stirne ſenken machten.

Es war nicht erfreulich, daß der Mann, in deſſen geſchick⸗ ten Händen eben die Zukunft ſeines Hauſes gelegen und der, wenn nicht Alles trog, dieſen koſtbaren Schatz über den Abgrund des Todes hinübergerettet hatte in das ſichere Leben, ohne den Dank abzuwarten, der ihm gebührte, ohne den Lohn, der ihm zukam, ohne Abſchied, leiſe, heimlich das Schloß verlaſſen hatte, und jetzt bereits wieder auf dem Wege nach der Welfenſtadt war, aus welcher er herbeigeeilt, den zu warnen, zu retten, für den jede Warnung zu ſpät kam, der nicht mehr gerettet werden konnte und wohl nicht mehr gerettet werden wollte.

Und unerfreulich war die Unterredung geweſen, die er eben mit Herrn von Zeiſel gehabt, den er gebeten, während ſeiner Abweſenheit für Alles Sorge zu tragen, und der ihm mit höf⸗ lichen Worten für ein ſo großes Vertrauen gedankt und dann hinzugefügt, daß er leider nur bis zum Begräbniß ſeines gnä⸗ digen Herrn eine ſo verantwortliche Stelle übernehmen könne, da er dann unverzüglich nach Dresden müſſe, um ſeinen Wieder⸗ eintritt in die Armee perſönlich zu betreiben.

Und unerfreulich war's, daß der alte Oberforſtmeiſter von Keſſelbuſch, als derſelbe ihm vorhin zu der Geburt des Sohnes und Erben gratulirte, die Bitte hinzugefügt, ihn von dem Po⸗ ſten, den er ſo lange, viel zu lange, innegehabt, zu entbinden und ihm zu vergönnen, daß er den kurzen Reſt ſeines Lebens in ſtiller Trauer um den verewigten Herrn und Freund ver⸗ bringe.

Wollten ſie und der alte Gleich ſelbſt, der jetzt, halb todt vor Kummer und Gram, neben dem Todten ſaß und der Amt⸗ mann von Erichsthal, der bereits um ſeine Entlaſſung gebeten,