Teil eines Werkes 
11. Band (1877) Allzeit voran : Roman / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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auch niemals zu ſehen, wenn derſelbe abgedeckt wird; und ſo hatte denn ich, nachdem der Herr wirklich noch an demſelben Abend in Begleitung Gleichs und einer Kammerjungfer, die in aller Eile herbeigeſchafft war, mit der jungen Gemahlin nach Italien anfgebrochen und ich zur Regelung ſo vieler ſchwebender Angelegenheiten zurückgeblieben war— ich hatte, ſage ich, die dornenvolle Aufgabe, den Damen und dem Grafen gegenüber die Verantwortung gewiſſermaßen deſſen, was geſchehen war, nachträglich übernehmen zu müſſen. Ich darf ſagen, daß dies keine leichte Aufgabe war.— Ercellenz, die Frau Gräfin Mutter — eine ſo unendlich liebenswürdige, vortreffliche Dame ſie iſt — konnte doch ihre tiefe Erregung über das Geſchehene nicht verbergen. Noch weniger als die Frau Gräfin Mutter war Comteß Stephanie im Stande, für ihre Empfindungen immer einen wohlthuenden Ausdruck zu finden; aber eine peinliche

Wendung nahm die Sache doch erſt dem Grafen Heinrich gegen⸗

über. Als ich im Auftrage des Fürſten ihm die Mittheilung machte, verfärbte er ſich und ſtand ein paar Angenblicke ſprach⸗ los da. Dann rief er mit Heftigkeit: Ich proteſtire dagegen! zu wiederholtenmalen; und auch, als ich ihm ſagte, daß es ſich nur um eine Ehe zur linken Hand handle, wollte er ſich durchaus nicht zufrieden geben. Hätte ich jetzt nicht gewußt, daß der Graf ſchon ſo lange officibs und nun ſeit geſtern officiell mit Comteß Stephanie verlobt war, ich hätte glauben müſſen, er ſelbſt habe— ganz andere Abſichten gehabt. Deſſen wird man den ſtolzen Herrn freilich nicht fähig halten, wenn man ihm näher getreten iſt und ihn beſſer kennen gelernt hat; aber für mich war der Graf damals doch eine verhältnißmäßig neue Er⸗ ſcheinung, in der ich mich nur ſchwer zurechtfand. Man kann es Durchlaucht und dem Herrn Grafen, wenn ſie ſo beiſammen ſind, wahrlich nicht anſehen, daß Erich MXXIV. der gemein⸗ ſchaftliche Stammvater Beider, und unſer gnädigſter Herr der rechte Großonkel des jungen Herrn iſt. Aber daß die Stein⸗ burger ſo lange in preußiſchen Dienſten waren, hat ſie zu an⸗ deren Menſchen gemacht. Es iſt ein wunderlich Ding, Ihr Herren, um das preußiſche Weſen. Das hat eine Schneide,

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