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obgleich es ihm faſt immer mit einer für ihn und für die An⸗
dern peinlichen Anſtrengung gelang, ſich wieder zurechtzufinden.
So ſtand er denn auch jetzt da und blickte mit gut geſpielter
Aufmerkſamkeit nach dem Giebel des Schloſſes, um welches die Schwalben im Abendſonnenſchein ſpielten, und fuhr dann wie aus einem Traum erwachend fort:
Als Sie, der Sie an dem Hofe Ihres Prinzen eine gute Schule durchgemacht haben. Und dabei fällt mir ein, lieber Zeiſel, ich wollte Sie fragen, ob es doch nicht am Ende nothwendig iſt, daß Sie ſelbſt morgen die Wagen zur Station begleiten. Nicht als ob ich glaubte, daß Porſt es an irgend etwas fehlen laſſen würde, aber es iſt doch am Ende beſſer ſo. Meinen Sie nicht?
Ganz wie Ew. Durchlaucht befehlen, ſagte der Cavalier.
Alſo abgemacht, ſagte der Fürſt. Wenn dann die Herren nichts weiter vorzutragen hätten—
Der Kanzleirath verbeugte ſich; der Cavalier ſagte:
Ich wollte mir noch erkauben, Durchlaucht um definitiven Befehl in Betreff der Faſanerie zu bitten.
Der Kanzleirath that, als ob er nicht bereits eine Bewe⸗ gung zum Fortgehen gemacht hätte und verlor ſich in Betrach⸗ tung eines Albums, welches geöffnet auf einem der Tiſche lag, wobei er nicht bemerkte, daß er das Blatt über den Kopf be⸗ trachtete.
Ich dächte, die Sache wäre heute ſchon bei Tafel ausrei⸗
chend beſprochen, ſagte der Fürſt. Es lag ein gewiſſer Unmuth in dem Ton, mit welchem er
. as ſagte. Der Kanzleirath konnte ſich nicht von dem merk⸗
würdigen Blatt trennen. Durchlaucht befehlen alſo, daß ich die Faſanerie in Angriff nehmen laſſe, ſagte der Cavalier zögernd, und fuhr, als die Antwort des Fürſten ausblieb, mit ſeiner gewöhnlichen harm⸗ loſen Lebhaftigkeit fort: Es wäre dann wohl gerathen, daß ich noch heute Auftrag gebe. Die Stakete müßten ausgebeſſert und die Wege aufgeräumt werden, die in der That ſehr verwildert ſind. Prachatitz kann das ganz gut bis morgen oder ſpäteſtens übermorgen fertig haben, wenn er ein paar Dutzend Leute an⸗


