Teil eines Werkes 
8. Band, Die von Hohenstein : Roman : 2. Band (1867)
Entstehung
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Die von Hohenſtein.

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1Laſſen Sie hören, lieber Schnepper! ſagte die Präſidentin, ſich in ihrem Lehnſtuhl bequem zurechtrückend;ich bin, wie immer, ganz Ohr.

1Zuerſt alſo, ſagte der kleine Herr, in die geöffnete Doſe hinein⸗ riechend;zuerſt eine ſchlechte: mit den Vermögensverhältniſſen des alten Willamowsky ſteht es keineswegs ſo gut, wie wir bis jetzt ge⸗ glaubt haben. Ich weiß es aus den beſten Quellen.

3Was Sie da ſagen! Hm! Sie ſcheinen die Sache ja ſehr ruhig zu nehmen. Ich will nur wünſchen, daß Fräulein Camilla ſich die ſchönen Aeuglein obenſowenig ausweinen wird. Sein Sie davon überzengt; aber es iſt wunderbar, welches Ahnungsvermögen ich in dieſen Dingen habe. Wollen Sie mir glau⸗ ben, lieber Medicinalrath: ich ſagte noch vorgeſtern in Rheinfelden: Du ſollſt ſehen, Camilla, ſagte ich: Stillfried macht einen zu großen 8 Aufwand; der Alte kann es nicht auf die Dauer aushalten. 3So, hm, him! In Rheinfelden ſagten Sie das und vorgeſtern Abend, dem Abend vor der Abreiſe? Hätte die Excellenz Verſprechun⸗ 3 p. gen gemacht? und gäbe uns der Glaube an dieſe Verſprechungen, die iedenfalls nicht gehalten werden, dieſe philoſophiſche Ruhe? He? Die Präſidentin lächelte mit einer unendlichen Selbſtgefälligkeit, während ſie ihrem Wachtelhündchen, d unterdeſſen unter dem Sopha 3 hervorgekommen war, ſich gereckt, und ſchließlich auf dem Schooß der Herrin wiederum zur Ruhe begeben hatte, die langen Ohren ſtreichelte: Sie ſind mein Freund, Schnepper, und Camilla's Freund; Bhnen kann ich es ſagen: die liebe alte Excellenz hat uns Verſprechun⸗ gen gemacht, große Verſprechungen; ja mehr noch: Camilla kann ſich als ſeine Haupterbin betrachten, wenn Sie eine Bedingung erfüllt, die allerdings ich will ganz offen ſein, lieber Schnepper; erfahren müſſen Sie's ja ſchließlich doch und ich möchte auch gern Ihren Rath nder Sache haben. Die Bedingung iſt, daß ſie ihren Vetter Wolf⸗ gang, den Sohn des Stadtraths heirathet. Lieg' ſtill, Joli!

Kindereien und kommen wir zur Sache; ich habe Ihnen einen ganzen 3 zen