Teil eines Werkes 
7. Band, Die von Hohenstein : Roman : 1. Band (1867)
Entstehung
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28 Die von Hohenſtein.

communiſtiſchen Volksbeglücker. Wenn die Leute ſich müde geſchrien und getobt haben, werden ſie das ganz von ſelbſt einſehen, womit ich gar nicht geſagt haben will,“— hier lächelte der Präſident—„daß es nicht gerathen ſein möchte, dieſer Einſicht gelegentlich mit einigen fühlbaren Argumenten ad hominem zu Hülfe zu kommen.“

„Was heißt gelegentlich?“ rief der Obriſt,„mir däucht, um für ſeinen König loszuſchlagen, iſt jeder nächſte Augenblick die paſſendſte Gelegenheit. Laßt Euch nur erſt auf„Vereinbarung“, auf„Ver⸗ faſſung“ und wie der Schwindel ſonſt noch heißen mag, ein, und Ihr werdet ſehen, welche Conceſſionen Ihr trotz all Eurer Weisheit werdet machen müſſen.“

„Vielleicht liegt die Sache nicht ganz ſo ſchlimm, lieber Bruder,“ erwiderte der Präſident;„wenn zwei Parteien ſich über etwas verein⸗ baren wollen, ſo wird, wenn kein Schiedsrichter da iſt, bei eintreten⸗ den Meinungsdifferenzen diejenige den Sieg davon tragen, welche die ſtärkere iſt. Ein Convent— à la bonne heure! ſo etwas könnte, wenn auch nur vorübergehend, ſtörend werden, aber dazu werden ſich unſere guten Deutſchen in Ewigkeit nicht aufraffen. Eine Verein⸗ barungsverſammlung trägt den Keim des Todes ſchon von vorn herein in ſich; glaubſt Du denn, lieber Bruder, ich würde um die Ehre, in einer ſolchen Verſammlung zu ſitzen, mich bewerben, wenn ich davon nicht überzeugt wäre?“

„Und die Verſammlung in Mainſtadt?“

Der Präſident lächelte.„Dieſer Traum der deutſchen Einheit,“ ſagte er,„wie bald wird er ausgeträumt ſein! Die Deutſchen ſind, trotz diverſer Republikanerbärte, die das Gegentheil beweiſen ſollen, gut monarchiſch geſinnt. Sie werden ſich nicht an ihren Fürſten ver⸗ greifen; nun, und bis die Hohenzollern ſich mit den Habsburgern, die Welfen mit den Wittelsbachern, und ſo weiter und alle ſich unter⸗ einander über eine deutſche Verfaſſung vereinbart bis dahin— wird's ja wohl beim guten Alten bleiben.“

„Na, und wie ſieht's denn in der Stadt aus?“ warf der General dazwiſchen.

„Dem Anſchein nach trüb genug,“ erwiderte der Präſident,„wir ſind jetzt inmiten der erbittertſten Wahlkämpfe. In dem feindlichen