Teil eines Werkes 
7. Band, Die von Hohenstein : Roman : 1. Band (1867)
Entstehung
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Erſter Band. 13

Die Brüder verharrten in ihrem öden nSin bis Kuno plötzlich fragte:

Haſt Du's der Alten geſagt?

Wann ſoll ich's ihr denn geſagt haben? entgegnete Odo mür⸗ riſch und ſah dabei noch einige Jahre älter aus wie gewöhnlich.

Es wird aber die höchſte Zeit.

Das weiß ich, brummte Odo in demſelben Ton.

Meinetwegen mach', was Du willſt! ſagte der ältere Bruder und gähnte.

Du haſt gut reden! rief der andere ärgerlich;wer war es denn, der heute Nacht nicht zufrieden war, bis geſpielt wurde?

Wer hat Dich denn geheißen, ſo unſinnig d'rauf los zu pointiren?

Schöne Frage! ich dächte, Du ſollteſt doch am beſten wiſſen, wozu ich Geld brauchte!

Der verdammte Möllenhof hatte wieder ſeinen alten Treffer, meinte der Lieutenant.

Ach, Möllenhof kümmert mich am wenigſten, ſagte der Fähn⸗ drich,der wartet ſchon ein paar Tage und giebt auch Revanche; aber Abraham wartet nicht.'s iſt um ſich todt zu ſchießen! Und der junge Menſch ſtarrte aus den blöden Augen verzweiflungsvoll vor ſich hin.

Wieviel iſt es denn?

Fünfzig Piſtolen, und ich habe keinen rothen Dreier mehr.

Deshalb meine ich, daß Du's der Alten ſagen mußt, und das je eher, je lieber.

Aber die Alte wird außer ſich ſein, und wenn's der Alte erfährt

Odo ſprang von ſeinem Sitze in die Höhe und ging ein paar Mal auf und ab, dann wauf er ſich wieder auf die Bank.

Weißt Du denn gar keinen Rath, Kuno?

Der Lieutenant zuckte i⸗ Achſeln.Mir pumpt kein Menſch mehr, meinte er.

S iſt ein Bundeleben,⸗ fing Odo nach einiger Zeit wieder an; die lumpigen paar Thaler Gage und Taſchengeld, dabei ſoll ein