und M, Schloſſe ausbreitete, nach den Fenſtern von des Gen
Erſtes Capitel.
Es war an einem der lieblich ſchönen Tage, deren der Frühling des Jahres achtzehnhundertachtundvierzig ſo viele hatte. Von dem blauen, wolkenloſen Himmel ſchien die Sonne freudig herab auf die weite, reiche Ebene, durch die ſich der herrliche Strom in majeſtätiſchen Schlangenlinien windet. Ueber den Wieſen und Saatfeldern, die von dem Strom in ſanfter bis zu Schloß Rheinfelden aufſteigen, jubelten die Lerchen. In dem weiten verwilderten Park des Schloſſes flöteten die Nachtigallen in den grünen Hecken und Büſchen, und auf den rieſenhohen Bäumen, deren mächtiges Gezweig hier und da noch braun in die blaue Luft ragte, bauten krächzende Krähen ihre Neſter.
In einem der dem Schloſſe zugewandten Gänge des Parks pro⸗ menirten die Präſidentin Clotilde von Hohenſtein und ihre beiden Töchter Aurelie und Camilla. Die Damen waren ſchon vor einer Stunde in ihrer Equipage aus der Stadt auf dem Schloſſe angekom⸗ men, weil der Präſident dringend gewünſcht hatte, daß ſeine Frau und Töchter die erſten aus der Familie wären, die der alten Excellenz zu ſeinem Geburtstage gratulirten und die ſchönſten Sträuße über⸗ reichten, welche des Gärtners Kunſt hatte binden können.
Aber ach! die ſchönen Sträuße harrten noch immer ihrer Be⸗ ſtimmung entgegen! Da lagen ſie auf der Steinplatte des Garten⸗ tiſches, und die zarten Blumen begannen bereits ſo trübſelig aus⸗ zuſehen, wie die Damen ſelbſt. Es war aber auch zum Verzweifeln. Wohl funfzig Mal waren dieſe jetzt den Gang auf⸗ und abgeſchritten, immer die Blicke über den kleinen Teich, der ſich zwiſchen dieſer Stelle
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