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Das Skelet im Hause : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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er iſt auch Steuermann, gnädige Frau, und iſt jetzt in Amerika, und wenn er im Frühjahr zurückkommt, ſollen wir Hochzeit machen da ſagt er zu mir: Dörthe, deine Aus⸗ ſteuer beſorge ich; und vor ſechs Wochen, als er zur Hochzeit reiſen wollte ich war nämlich da bei der Mutter Ihlefeldt ſchon drei Jahre Dörthe, ſagte er, ich möchte gern, wenn meine Frau kommt, daß ſie ein gutes Mädchen hätte, auf das ſie ſich verlaſſen kann, und ich habe mit Mutter Ihlefeldt ſchon geſprochen ach, gnädige Frau, das iſt ja nicht, daß ich mich rühmen will da iſt ja wol kein Menſch in Woldom und unter den Armen gewiß nicht dem er nicht einmal, und wer weiß wie oft, geholfen hätte; denn ſo eine Seele von einem Manne giebt's auf der Welt nicht mehr, gnädige Frau das mögen Sie mir nun glauben oder nicht und nun, und nun

Weine nicht, liebes Kind! ſagte Aennchen.

Sie weinen ja auch, gnädige Frau, ſchluchzte Dörthe.

Ich weine nur vor Freude, ſagte Aennchen.

Dörthe fuhr ſich mit beiden roten Händen über die Augen.

Ja, liebes Kind, vor heller Freude! und Dir will ich Deine Thränen nie vergeſſen, ſo lange ich lebe! nie! und nun, mach' Deinen Braten fertig. Du treues, gutes Mädchen Du!

Dörthe ſtand mitten in der Küche und wußte nicht, ob ſie wache oder träume; und ob ihr die ſchöne, junge, gnädige Frau wirklich einen Kuß gegeben habe oder nicht, und dann aus der Küche gegangen oder geflogen ſei.

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