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„Einen König! einen König!“ rief man von allen
Seiten.
Und von allen Seiten ſtieß man ſich auch mit dem Ellbogen, und von allen Seiten liefen die Blicke von Sabine auf Silveſtre, von Silveſtre auf Sabine.—
Sabine gewahrte dieſe Blicke und begriff ſie; ſie ſchlug die Augen nieder, und eine jähe Röthe ſtieg ihr in's Antlitz.
Silveſtre hatte auch die Augen auf ſeinen Teller niedergeſchlagen. Sabine waßte weder zu ſprechen, noch zu ſchauen. Sie fühlte nicht die Kraft in ſich, dieſer
Bezeichnung zu gehorchen, die Alle machten, und die vor Allen ihr Herz gemacht hatte. Hieß das nicht das Ge⸗ ſtändniß ihrer Liebe zwanzig Neugierigen vor die Blicke werfen? Sie zögerte. Endlich gewahrte ſie das Still⸗ ſchweigen um ſich her; da nahm ſie die Bohne in die zitternde Hand, erhob ſich und reichte ſie Sil⸗ veſtte, indem ſie mit beinahe erloſchener Stimme ſprach:
„Wollen Sie mein König ſeyn?“
Die Ausrufungen, die Bravo's, die Ltſee Hände übertäubten die Antwort Silveſtre's, der den Dok⸗ tor auf die Seite ſtieß, und vor Sabine auf die Kniee fiel. Herr Simon lief hinzu und umarmte ſie, Madame Simon ebenfalls, und ſo die ganze Welt, und....
Und ſo endigt dieſe Grſchichte, begonnen am Weih⸗
nachtsabend des vorigen Jahrs, und ſ am Drei⸗ königsfeſte 1844.


