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gerechnet werden, und der Glanz ſeines Namens müßte den meinigen von der Schande entbinden.
Warum ſage ich Dir alles Dies, warum ſchreibe ich Dir alle dieſe verwirrten Gedanken meines Herzens? Weil ich in dem, was ich empfinde, klar ſehen, weil ich dem Gefühle, das er mir einflößt, einen Namen geben möchte. Muß ich es Dir geſtehen, wenn ich an all' das Glück denke, das er mir bringen könnte, ſo bin ich mir böſe und nenne mich ſelbſtſüchtig. Es kommt mir vor, als liebte ich ihn nur meinetwegen, und ich möchte ihn doch gerne ſeinetwegen lieben. Denn ich kann Dir heute das Wort ſagen, das geſtern an der Spitze meiner Feder ſtecken geblieben iſt; als ich ihn einlud, ſich an die Ge⸗ ſellſchaft derer anzuſchließen, die ich meine Familie nannte, glaubte ich, aus dem beſtürzten, erſtaunten, entzückten Blick, den er auf mich heftete, errathen zu können, er liebe mich, und ich war darüber ſo glücklich, daß es mir
ſchien, als liebte ich ihn auch. Erſt ſpäter haben ſich dieſe
Zweifel über mich ſelbſt in mein Herz geſchlichen; erſt ſpäter kam es mir vor, als ſuchte ich nur mein Glück
und machte das ſeinige daraus, und ich habe bange, mich
ſelbſt zu täuſchen. Komme, beſuche mich. Ich werde mit Dir von mir; Du wirſt mit mir von ihm ſprechen, und ich werde mich vielleicht endlich begreifen....
Vergiß nicht, vergiß vor Allem nicht, daß ich Herrn von
Belleſtar zu heirathen bedroht bin.. „Dir gehört, was mir von meinem Herzen übrig bleibt.
Sabine.“
Außer dieſem Brief, in welchen der von Sabine eingeſchloſſen war, und der unſerem Sachwalter geſtern
Abend zugeſtellt wurde, empfing Herr Simon folgendes
Schreiben von Herrn von Prosny, welches, wie das des Marquis ausführlich genug iſt, um uns der Mühe der 6


