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ſich befanden, mit ſchmeichelhafterer Rückſicht für mich und mit würdigeren Gründen für Ihre Mündel den Korb zu umhüllen, den Sie mir ſandten und den ich annehme. In Briefe, mein Herr, iſt eine Ge⸗ ſchicklichkeit entwickelt, vor der ich mit aller Achtung den Hut abnehmen muß; nur weiß ich nicht, ob ich dies vor der Ihrigen, oder vor der von Fräulein Du⸗ rand zu thun habe; ich will dieſe Frage durchaus nicht zum voraus entſcheiden, und ich überlaſſe Ihnen die Beantwortung, indem ich in Demuth meine völlige Un⸗ fähigkeit anerkenne, mit Ränken und falſchen Verſiche⸗ rungen mit Demjenigen zu ſtreiten, der dieſe kleine Ko⸗
mödie, worin ich indeſſen nicht der Gimpel bin, ſo fein
angelegt hat.
Es bedurfte eines unerhörten Zufalls, der mich das Geheimniß dieſes Korbes enidecken ließ, und ich geſtehe abermals in Demuth, daß ich nicht eine Ahnung davon gehabt hätte, wäre ich nicht beſonders benachrichtigt wor⸗ den. Ich gehöre leider zu der Race, von der man mit ſo viel Wahrheit geſagt hat, ſie habe nichts vergeſſen und nichts gelernt. Ja, mein Herr, man muß anerkennen, wir haben weder die ſchmutzigen Leidenſchaften unſerer Cpoche, noch die kleinen Intriguen einer Welt gelernt, die den Platz der unſerigen einnehnren wollte; wir haben we⸗ der lügen, noch unſere Empfindungen verläugnen, noch eine Zartgefühls⸗Rolle ſpielen gelernt, um die Bewegun⸗ gen einer traurigen Leidenſchaft zu verbergen. Wir haben auch nichts vergeſſen, mein Herr, weder die Redlichkeit in Worten, wie in Handlungen, noch die Achtung vor em⸗ pfangenen Schwüren, wiovor gemachten Verſprechungen, wir haben vor Allem die Verachtung nicht vergeſſen, welche wir Beleidigungen ſchuldig ſind, die uns ihrer Plumpheit wegen nicht berühren können.
So ſind wir, mein Herr, und darin liegt der Grund, daß ich vielleicht Ihre Entſchuldigungen in dem Sinne, den Sie denſelben zu geben beliebten, aufgenommen hätte,


