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Von Tag zu Tag : Gegenstück zu den "Pariser Mysterien" von Eugen Sue : vier Theile / von Frederic Soulié ; nach dem Französischen von August Zoller
Entstehung
[Giessen] [2025]
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Belleſtar angenommen? Gegen ihn handelte ſie wahrhaft in der Freiheit ihres Herzens. Oh! nein. nein! Ich werde dieſen Edelmuth, der ſie verblendet, nicht mißbrauchen. Ich werde es verdienen, geliebt zu werden, indem ich ihre Hand ausſchlage..

„„Mein Fräulein,“ ſprach er nach dieſen raſchen Re⸗ flerionen, mit dem Ausdruck eines Menſchen, der ſich das Herz zerreißt,„ich achte Sie, ich bewundre Sie; Gott hat Ihnen Alles, was edel, und Alles, was reizend iſt, verliehen; er wird Ihnen auch ein Glück verleihen, wie Sie es verdienen. Zu dieſem Glück will ich bei⸗ tragen; ich will, daß Sie ohne innere Vorwürfe, ohne Furcht, ohne eine troſtloſe Erinnerung an die Vergangen⸗ heit dazu gelangen.. Ich will es und deshalb werde

ich(Silveſtre war dem Erſticken nahe), ich werde,“ ſagte

er, ſeine Aufregung bewältigend,„ich werde etwas thun, was mir das Herz abdrückt, was mich zermalmt, aber ich werde es dennoch thun..

„Was denn?“ fragte Sabine erſchreckt.

„Ich werde Ihre Wohlthaten annehmen,“ ſagte Sil⸗ veſtre;„ich werde,“ fügte er, die Augen niederſchlagend, bei,„ich werde als Glänbiger annehmen, was Sie nicht wußten, wie Sie es geben follten, und was Sie mir ga⸗ ben, indem Sie ſich opferten.. und dann werden Sie es wagen, glücklich zu ſeyhn.. dann..

„Was ſagen Sie?“ rief Sabine.

„Ah! glauben Sie mir,“ verſetzte Silveſtre,„ich thue für Sie, was ich zu thun für unmöglich hielt.“

Sabire wap vernichtet; ſie begriff, daß Silveſtre nicht

an ihre Liebe zu glauben wagte, und ſie fühlte ſich außer Stands, ihn davon zu überzeugen. Indeſſen verſuchte ſie noch ein letztes Wort.

„Sie wiſſen,“ ſprach ſie,„daß ich dieſen Morgen meine Verheirathung mit Herrn von Belleſtar abge⸗ brochen habe...“

„Oh! Dank... Dank für Sie!“ rief Silveſtre;

„denn es wäre das Unglück Ihres ganzen Lebens ge⸗